Funktionserfüllungsgrad kurz

 

 

Wie immer im Leben gibt es natürlich unterschiedliche Interessen bei den Menschen und die betroffenen Mitarbeiter sind in der Regel nicht wirklich motiviert, alle 17 Punkte zueinander zu priorisieren.

Deswegen empfehle ich immer die Fragen auf die 3 wichtigsten Punkte zu richten, denn dadurch wird in der Regel schon ein Ergebnis darstellbar welches beim Unternehmer einen AHA – Effekt verursachen könnte.

Bei Panasonic hatten wir mit Führungskräften zu tun, welche sehr stark darauf bedacht sind, Ihre Mitarbeiter zu fördern, Ihnen ein gutes Umfeld zu bieten und damit natürlich auch das Wohlbefinden der Mitarbeiter im ganzen Unternehmen zu stärken.

Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass dies sehr gut gelungen ist und mich persönlich insbesondere die Menschlichkeit, die Freundlichkeit in diesem Konzern positiv überrascht hat.

Ursprünglich wurde ich gebeten mit zu Panasonic zu fahren, weil die Mitarbeiter in einem Mehrpersonenbüro saßen, in welchem auch ein Besprechungstisch stand. Dieser war lediglich mit Sichtschutzelementen abgeschirmt und während dort gesprochen wurde, war praktisch keine konzentrierte Arbeit am Arbeitsplatz für die Kollegen möglich.

Mir wurde also die Thematik erläutert und entsprechend meiner Erfahrung habe ich empfohlen die subjektive Empfindung der Mitarbeiter abzufragen, ebenso einige Organisattionsfragen, da auf dem ersten Blick schon deutlich wurde, dass in diesem Büro noch deutlich mehr Störungen verursacht wurden.

Alle Abfragen sind natürlich erst einmal mit zusätzlichem Aufwand verbunden, man muß die Mitarbeiter dazu bekommen, dies zeitnah auszufüllen, sich selbst Gedanken zu machen, wie häufig man zum Kopierer geht etc. (Wer weiß das schon von Ihnen)

Genau diesen Aufwand muß der Kunde jedoch erst betreiben, denn die Antwort auf seine Fragen liegt im wahrsten Sinne des Wortes „hinter der Wand“. Kleines Wortspiel  

Um den Führungskräften die Situation zu verdeutlichen, oder auch geistige Brandstiftung zu verursachen, habe ich vorgeschlagen, die 3 zur Zeit wichtigsten Punkte – nämlich Akustik, visuelle Störungen und das Thema Wohlbefinden am Arbeitsplatz in Form von Privatsphäre als Ansatz zu nehmen, da dies in wenigen Minuten auszurechnen ist.

Im ersten Step wurden also die 3 Punkte zueinander verglichen was den Mitarbeitern am wichtigsten ist und somit hatten wir eine Gewichtung.

 

In diesem Fall war die Reihenfolge aufgrund der derzeitigen Situation so, dass die Akustik mit durchschnittlich 43 % bewertet wurde, die visuellen Störungen mit 35 % und die restlichen 22 % bekam die Privatsphäre.

 

Dies ist allerdings auf ein hervorragendes zwischenmenschliches Miteinander zurück zu führen, denn sehr häufig erlebe ich mit meinen Kollegen, dass die Privatsphäre der am wichtigsten bewertete Part in dieser Konstellation sind.

Nun wurde anhand des in der Vorwoche Teil-behandelten Kataloges bewertet und es wurde eine für mich überraschende Schulnote 4 ermittelt. Auch dies ist auf das exzellente Betriebsklima zurückzuführen, in der Regel hätte ich bei ähnlichen Büros eine glatte Schulnote 5 mit ca. 30 % erhalten.

Die Auswertung läuft so, dass jeder einzelnen Punkte separat behandelt werden und zwar wird jeweils die Gewichtung mit der Punktzahl aus der Note multipliziert und dann durch 100 geteilt / dividiert.

Am Ende zählen wir alle drei Summen zusammen addiert und man weiß für diese drei genannten Punkte den Funktionserfüllungsgrad.

Das selbst bei einem ausreichenden Arbeitsplatz keine dauerhaft gute Leistung möglich ist, kennen die Führungskräfte nur allzu gut, denn nicht umsonst haben diese meist einen separierten Arbeitsplatz oder gar ein Einzelbüro.

Bei meiner Analyse war der Vorteil, dass die Führungskräfte allesamt selbst betroffen waren, da diese mit den Befragten im selben Raum sitzen.

Dies ist natürlich immer ein Vorteil, wenn es darum geht, Fakten hinsichtlich Störfaktoren verständlich rüber zu bringen.

meine persönliche Empfehlung an Dich: